Die ersten Leserkommentare...




Eine große Geschichte

Wer hätte gedacht, solch eine Perle zu finden ? Das Buch erscheint unscheinbar und der Klappentext verwirrt etwas. Ja es macht neugierig aber es ist nicht erkennbar, um was es gehen könnte und das ist schade, denn dahinter versteckt sich eine wunderbare...


Geschichte:    Georg betritt die Praxis von Dr. Berg (Psychologe) der eigentlich so gut wie im Ruhestand ist und erzählt erst einmal munter darauf los. Die Geschichte und Themen die ihn berühren, versieht er mit eigenen Erklärungen und lässt dem Arzt keine Chance für Fragen. Da Georg jede Sitzung bezahlt, lässt Dr. Berg ihn einfach reden und philosophieren. Dann endlich will er wissen, was den jungen Mann eigentlich zu ihm verschlagen hat. Georg will sich Erinnern und braucht Hilfe dabei. 

Nun beginnt die eigentliche Geschichte, in deren Verlauf mit Hilfe von Dr. Berg alles über seinen richtigen Vater ( Heinz) wissen will, der ihm Dokumente hinterlassen hat und ein Erbe. Gemeinsam begeben sich die beiden auf Spurensuche in die Vergangenheit seines Vaters, eines Wolgadeutschen, dessen Eltern nach Sibirien verschleppt wurden und der in die russische Armee eingezogen wurde....
Ein Psychologe der eigentlich gar nicht in Rente will, Ein Vater der Hin-und Hergerissen ist und Georg, der immer auf der Suche ist.

Leseeindruck:  Nachdem man sich fragt, was das eigentlich soll und warum Georg seitenweise Monologe erzählt und seine Therapiesitzungen damit verschwendet, beginnt die Geschichte ganz leise und die Erinnerungen an seinen Vater und das Leben das Georg führt. Trotz sanfter Töne und einem hervorragenden Schreibstil, beginnt es Fahrt aufzunehmen und ehe man sich versieht, ist der Leser so stark in die Geschichte eingebunden, dass die 500 Seiten viel zu schnell herum sind. Die Personen sind akribisch beschrieben und ich konnte mich gut in die jeweilige Situation versetzen und alles miterleben. Es ist eine Abenteuergeschichte, Heimweh, rührend und mit viel Vergangenheit und Geschichte beladen, aber nie so, dass der Faden verloren ginge. ( Vielleicht am Anfang, bis man den Faden hat, hahaha ) 

Dieses Buch ist Literatur , versehen mit Historie, Abenteuer und einer jungen Regisseurin, die die gesamte Vergangenheit von Georg anhand von Videos wieder heraus kramt und deren Vertrautheit immer stärker spürbar wird. 

Ein Bild der Wolgadeutschen im Krieg, ein Bild über Hamburg , die Reeperbahn und das Leben im Nachkriegsdeutschland, aber auch ein Bild über Südamerika, seine Korruption, sein Drogenhandel und aber auch die immer fühlbare Melancholie.

Fazit:  Ich wundere mich immer über die sogenannten Besteller Hitlisten, mit Büchern die nicht einmal ansatzweise die Kunst und die Liebe zeigen, die in Selbstveröffentlichten Büchern stecken. Das Buch ist eine große Geschichte und eine absolute Empfehlung, die die meisten Bestseller locker in die Tasche steckt. Wer gerne etwas entdeckt und auch Gefühlen Platz lassen kann, der hat hier eine 100% Empfehlung. (Kommentar von Tefelz; Thalia, LB, Lesejury, Weltbild, Amazon, google books)



Was für ein Buch!

"Was für ein Buch! Gringo ist der Roman einer Spurensuche und Selbstfindung, über Glück und Unglück, Gelingen und Scheitern, eine Zeitreise durch mehrere Kontinente von den dreißiger Jahren bis in unsere Gegenwart, ein Entwicklungsroman, ein fein gesponnener und mit viel Empathie erzählter Liebesroman, aber auch ein handfester Abenteuerroman und nicht zuletzt auch ein Insiderroman über Südamerika. Darüberhinaus erleben wir ein brillantes Feuerwerk gegen Vorurteile, political correctness und den mainstream dogmatischer Denkschablonen. Kurz: ein intellektuelles Vergnügen der ganz besonderen Art, für das man sich ganz viele Leser wünscht."  (Dr. Günter Beiersdorff, Mai 2019, Amazon, Hugendubel) 


 

Lesenswert

"Ein Mann, Georg, den man später Gringo nennt, monologisiert bei einem Psychotherapeutenhistorische, politische und philosophische
„Weisheiten“ über die Menschheitsgeschichte seit der Römerzeit.
Der Therapeut weiß nicht woran er mit dem Kerl ist, lässt ihn reden und reden, und es stellt sich heraus, er hat eigentlich einen ganz ureigenen Wunsch, er will wissen, wer sein leiblicher Vater ist, wo er
herkommt, was mit ihm war und wie alles mit ihm, seinem Sohn begann. Gemeinsam mit Hilfe des Therapeuten kann er die Odyssee seines Vaters Heinz entschlüsseln. Als deutsch und russisch sprechender Wolgadeutscher dolmetscht der in den Wirren des 2. Weltkrieges für einen deutschen Nazioffizier. Nach dem Krieg führt sein Weg nach Hamburg und anschließend nach Brasilien. Hier heiratet er eine Brasilianerin und aus der Ehe geht Georg hervor. Doch Heinz treibt es zurück nach Hamburg, während seine Frau in Brasilien einen neuen Mann kennen lernt. Ausgerechnet den Nazioffizier, für den er dolmetschte und der nach Brasilien geflohen ist und als Stiefvater Georg groß zieht. Ein älterer Mann sitzt auf einer Bank und schaut auf eine Lagune. So beginnt der 2. Teil des Romans, in dem Georg seine Lebensodyssee Revue passieren lässt. Dabei lernt er eine junge Frau kennen, die einen Film über die Liebe dreht und  landet mit ihr am Schluss der Erzählung in Deutschland, zunächst in Hamburg, wo das Erbe seines Vaters auf ihn wartet, eine Bar mit dem Namen Heulboje und dann auf der Insel Wangerooge, wo die junge Frau einen neuen Film dreht. Immer mehr wird Brüseke im Laufe der Handlung zum guten Erzähler, der es versteht, die Historie und wie sie auch anders hätte sein können zu beschreiben und zu verknüpfen mit dem Schicksal eines Einzelnen. Wobei seine Betrachtungen der Weltgeschichte im Anfang ruhig hätten um einiges kürzer sein dürfen, um den Roman kompakter zu machen.


Alles in allem ein hoch interessanter Stoff, der auchfür einen Spielfilm geeignet ist mit unterschiedlichen Schauplätzen in verschiedenen Kontinenten und einer Zeitreise, mit dem waghalsigen Versuch, so die Geschichte eines (des?) weißen Mannes, des Gringos, in seinem Umhergetriebensein spannend zu erzählen. Ein Heimatsuchroman.
Ein Migrationsroman der anderen Art. Lesenswert." 
(Josef Leifeld, Mai 2019, Amazon)


Empfehlenswerter Roman

von Dieter Loeh - 16.05.2019
Den Roman kann man lesen wie man will: als Abenteuerroman, als Entwicklungsroman (schließlich fängt er mit einer Therapie an und hört mit dem gealterten Gringo auf), als ziemlich traurige Liebesgeschichte, als Studie über den Mann , ja sogar als eine Art romantisches Manifest, denn sehr oft geht es um Fernweh und Heimweh. Auf jeden Fall ungewöhnlich und voller Lebenserfahrung! (BoD, Amazon)


Schon bei BoD, Amazon, Thalia, Hugendubel und vielen anderen online-shops zu kaufen ...